Delikatessen aus dem eigenen Garten: Morcheln für’s Leipziger Allerlei

Dieses Blogsystem ist wie mein Garten: Kaum bin ich mal einige Zeit anderweitig beschäftigt, erkenne ich bei der Rückkehr nichts wieder. Während hier im Hintergrund eifrige Technicker den Aufbau der Entwurfseiten verändert haben und mich damit in die Verzweiflung treiben, hat in meinem Garten das sogenannte Wild- oder Unkraut die Regie übernommen. Immerhin befinden wir uns in einem Shakespear-Jubiläumsjahr und lernen somit durch Heinrich IV: Am meisten Unkraut trägt der fettste Boden. Da habe ich wohl einen ziemlich fetten Boden erwischt, der gleichzeitig auch noch Delikatessen hervorbringt. Morcheln – Die lassen sich hervorragend zum leider zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Leipziger Allerlei verarbeiten.
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Rustikale Beilage für’s Wintergrillen oder vegetarischer Einzelgänger: Kartoffel-Spitzkohl-Salat

Gut, dass ich meine Kartoffeln Ende Oktober aus der Erde geholt habe. Die kurzen Nachfröste hatten jegliches Wachstum abgeblockt. Die warmen Tage im November und Dezember sorgten jedoch dafür, dass schon wieder alles grünt, sprießt und nochmal austreibt. Meine Rosen haben neue Blüten angesetzt und einige Frühlingsblumenzwiebeln haben die Blätter schon weit nach oben geschoben. Wenn es zu Jahresanfang nochmal frostig wird, hoffe ich, dass diese Kandidaten einen Plan B zur Hand haben. Sonst könnte es im Beet ganz schön kahl werden. Da wir die Sache eh‘ nicht beeinflussen können, machen wir es uns gemütlich beim Wintergrillen in lauen Temperaturen – Lieblingsbeilage ist Kartoffel-Spitzkohl-Salat. Rustikale Beilage für’s Wintergrillen oder vegetarischer Einzelgänger: Kartoffel-Spitzkohl-Salat weiterlesen

Leckerer Imbiß im Herbst: Kürbisbrot

Im Garten bin ich fast nur noch, um für den Winter aufzuräumen. Das Gartenjahr ging nach einem heißen Sommer sehr schnell zu Ende. Die Tomaten hatten zwar nochmal alles gegeben, ihre in der sommerlichen Hitze zurückgehaltene Fruchtbarkeit im feuchten Herbst voll auszuleben. Aber der frühe Frost hat ihnen leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ihre letzten grünen Früchte liegen zum Nachreifen in der warmen Küche und warten auf ihre Verwendung. Glücklicherweise hatte ich vorher von allen nicht-hybriden Arten schon Samen gewonnen, die daneben zum Trocknen ausliegen. Jetzt ist die richtige Zeit, um es sich mit einem heißen Tee und Kürbisbrot gemütlich zu machen. Leckerer Imbiß im Herbst: Kürbisbrot weiterlesen

Heimische Exoten: Kirschpflaume – hier als Gelee

Neulich hat sich meine Mutter im Supermarkt zum Kauf eines Marmeladenglases regelrecht verführen lassen. Das Etikett versprach exotischen Fruchtgenuß mit einer Mischung aus Mango, Ananas und noch irgendeiner Sorte, die ich schon wieder vergessen habe. Unsere Enttäuschung beim Frühstück war groß, denn das gelbe Mus schmeckte vor allem fade, nach verdünntem Multivitaminsaft aus der Tüte. Warum in die Ferne schweifen? dachte ich mir. Bei ihr in der Nähe steht auf dem Kinderspielplatz im Gebüsch ein niedriger Baum, der voll mit roten, kirschgroßen Früchten hing. Davon pflückte ich mir eine große Tüte voll. Ich dachte zunächst, das seien Mirabellen. Jedoch dufteten sie so verführerisch nach Pflaume, dass ich mich nochmal schlau machte. Inzwischen weiß ich, dass ich mir die Kellerregale mit Kirschpflaumen-Gelee gefüllt habe. Heimische Exoten: Kirschpflaume – hier als Gelee weiterlesen

Und wieder ein Beitrag zur Einwanderungsdebatte: Kürbis – hier als Marmelade

Es ist so herrlich, nach dem Urlaub durch einen frisch ergrünten Garten zu gehen. Ich hatte schon gedacht, die Hitze wird ihn in meiner Abwesenheit in eine Wüste verwandeln. Weit gefehlt, es hat genügend geregnet, wobei die Unwetter löblicherweise an diesem Flecken Erde vorbeigezogen sind. Im Urlaub habe ich es mir mit einem guten Schmöker am Strand gemütlich gemacht: Genauer gesagt, mit einem Geschichtsbuch. Das war spannender als viele Krimis. Es geht um die Veränderungen von Flora, Fauna und Homo sapiens, die die Entdeckung Amerikas mit sich brachte. Meine Kürbiskolonie hinten im Garten ist ein Ergebnis dieses kolumbianischen Austauschs. Das Marmeladenrezept stammt allerdings aus Mallorca. Und wieder ein Beitrag zur Einwanderungsdebatte: Kürbis – hier als Marmelade weiterlesen

Es muss nicht immer Eis sein – eiskalte Erdbeerroulade tut es auch

Inzwischen ist es im Garten tagsüber so unerträglich heiß, dass ich dort nach 10 Minuten völlig dehydriere. Sämtliches Getier – Eidechsen, Mäuse, Schlangen und Schnecken – haben sich irgendwohin verkrochen. Ganz zu schweigen von den niedlichen kleinen Kröten, von denen ich in diesem Jahr überhaupt bloß ein einziges verwirrtes Exemplar auf dem Sandweg zum Garten gesehen habe. Nur meine Erdbeeren gucken keck aus der Wäsche. Haben sie doch eine Mulchdecke aus dem letzten Rasenabschnitt für lange Zeit abbekommen, danach ist der Rasen weitgehend vertrocknet. Die Erdbeeren fühlen sich sichtlich wohl unter ihrem Schutz. Ich mache es mir lieber an der Kaffeetafel mit ein paar netten Freundinnen und einer eiskalten Erdbeerroulade gemütlich – schön im Schatten! Es muss nicht immer Eis sein – eiskalte Erdbeerroulade tut es auch weiterlesen

Weinlaub kann man essen

Wenn ich so durch den Garten gehe, bricht es mir das Herz, wie vertrocknet alles ist. So langsam komme ich mir vor wie in der Wüste. Selbst, wenn ich jeden Tag mein Obst und Gemüse gieße, sehen die Pflanzen immer vertrockneter aus. Nur ganz hinten im Garten wuchert der Wein der Nachbarn fröhlich vor sich hin und zu uns herüber. Dabei schlingt er sich um alle Büsche, die ich an der Grenze gepflanzt habe. Macht nichts, mit dem richtigen Rezept kann man den grünen Blätter sehr viel kulinarische Freude abgewinnen. Weinlaub kann man essen weiterlesen