Sanddorn mit Beeren.

Sanddorn – Schutz und Vitaminbombe

Am Ende des Gartens habe ich drei Sanddornbüsche gepflanzt. Ein Männchen, ein Weibchen und einen Zwitter. Bei Sanddorn ist es wesentlich, ein Männchen für mindestens ein Weibchen zu haben, sonst gibt es keine Kinder, beziehungsweise Beeren. Was ich erst jetz bemerkt habe: Sanddorn vermehrt sich nicht nur über Früchte, sondern auch über Rhizome, die sich gerne weitflächig ausbreiten. Hoffentlich gibt das nicht irgendwann Ärger mit den ansonsten sehr netten Nachbarn…

Meine Idee war, sowohl einen Schutz vor ungebetenen menschlichen Besuchern zu bekommen, als auch eine Vitaminquelle zur Bereicherung unseres Speiseplans zu schaffen. Mir schwebte eine Hecke ähnlich einem norddeutschen „Knick“ vor. Diese sollte hälftig aus Schlehen, hälftig aus Sanddorn bestehen. Die Schlehen wurden gleich im ersten Jahr durch einen harten Winter dezimiert, so dass dort jetzt zwei Schlehen stehen, in deren Mitte ich eine eine Pilnitzer Vitaminrose gepflanzt habe. Bisher hat diese Hälfte meines Knicks noch keine Früchte gebracht, aber immerhin sollen die Schlehenblüten auch gut für die Befruchtung von Pflaumenbäumen sein.

Nachdem der Sanddornzwitter gleich in seinem ersten Jahr einige Früchte brachte, hat sich in diesem Jahr das Weibchen mächtig ins Zeug gelegt und ein halbes Pfund saftiger, orangefarbener Beeren angesetzt. Die Ernte war angesichts der langen Dornen gar nicht so einfach. Daher bin ich ob der Schutzfunktion der Sträucher doch sehr zuversichtlich.

Hagebutten-Sanddorn-Marmelade

Aus einer so geringen Menge Frucht lässt sich eigentlich nichts machen. Deswegen habe ich eineinhalb Pfund Hagebutten hinzugenommen. Es ist eine ziemlich Arbeit, die Hagebutten von den Kernen zu befreien, aber die Marmelade hat hinterher einfach eine bessere Qualität, wenn man sich die Mühe macht. Dann habe ich die Früchte nach Sorten getrennt mit Wasser bedeckt und einige Stunden stehen gelassen. Zuerst habe ich die Hagebutten mit dem Wasser 15 Minuten lang gekocht, dann habe ich die Sanddornbeeren mit ihrem Wasser zugefügt und noch weitere 5 Minuten mitkochen lassen. Unbedingt einen Deckel auflegen, denn die Sanddornbeeren platzen – Sanddorn scheint es in jeder Hinsicht auf weitreichende Wirkung abgesehen zu haben.

Am Ende alles zusammen noch heiß durch ein Sieb geben, so erhielt ich 1 Kg Fruchtmark. Das habe ich mit Gelierzucker laut Packungsanweisung zu Marmelade verarbeitet. Hagebutten enthalten übrigens noch viel mehr Vitamin C als Sanddorn. Besser und schmackhafter kann man sich gar nicht vor Erkältungen schützen!

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3 Gedanken zu „Sanddorn – Schutz und Vitaminbombe“

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