Heukartoffeln sind eine hervorragende Grundlage für eine neue Beetbegrenzung.

Heukartoffeln – nicht nur nützlich, sondern auch lecker

Gleich am Eingang zu meinem Garten habe ich eine Kräuterinsel gepflanzt. Unsere Gartenvorgänger hatten dort einmal eine Kräuterschnecke geplant, die aber nur noch als rundes Fundament übrig geblieben war. Da ich nicht besonders viel von der Kombination Kräuter und Schnecken halte, habe ich einfach meine Kräuter ohne besondere Ordnung auf das Rondeel gepflanzt.

Sie haben sich hervorragend entwickelt. Allein das umliegende Gras und die nicht allzuweit entfernte Brombeerhecke versuchen dauernd, sich den Platz in meiner Kräuterinsel zu erobern. Deshalb wollte ich ein bißchen strickter durchgreifen und eine richtige Beetbegrenzung einrichten. Am liebsten würde ich dazu Buchsbaum nehmen, kleine Zweige von meiner Hecke, die man einfach in die Erde steckt. Dazu braucht es jedoch einen Ring aus möglichst unkrautfreier Erde um meine Insel. Weil ich keine Lust zum Umgraben habe, griff ich den Tipp aus einem Leserbrief in einer Zeitschrift auf: Urbarmachung des Bodens durch Heukartoffeln!

Dazu nimmt man Grasabschnitte vom Rasenmähen und legt sie auf die geplante Fläche, bzw. in meinem Fall auf den Ring um die Insel. Darauf legt man in regelmäßigem Abstand eine Kartoffel, eigentlich reicht auch nur ein Stück einer Kartoffel, wenn es denn etwa vier Augen aufweist. Darauf kommen weitere Grasabschnitte, etwa 40 cm hoch. Beim nächsten Regen werden die Abschnitte zusammensacken, dann kann man nachlegen, so dass die Kartoffeln immer schön bedeckt sind. Nach vier Monaten haben wir geerntet.

Da ich etwas spät dran war, habe ich die Heukartoffeln erst im August gesetzt. Dazu habe ich auch noch die völlig verkeimten Kartoffeln genommen, die uns unsere Nachbarin vor ihrem Urlaub dagelassen hatte. In den Augen meines Gartennachbarn ein absolutes Sakrileg, sowas pflanzt man doch nicht. Aber jetzt im November hatten wir nochmal leckere neue Kartoffeln direkt aus dem Garten. Das war toll.

Da die Kartoffeln nicht viel Sonne und Wärem zur Entwicklung hatten, sind die meisten recht klein geblieben, regelrechte Murmeln. Die schmecken am besten, wenn man sie ungeschält in einem großen Klacks Butter mit Salz in einem geschlossenen Topf 20 Minuten lang gart. Das ist eine super Beilage zu einem Brathähnchen und grünem Salat oder zum Gemüseeintopf. Statt Butter kann man auch gute Margarine nehmen, das ist die vegane Variante.

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