Krokusse gehören neben Schneeglöckchen zu den ersten Insektenmahlzeiten.

Erste Frühlingsboten: Krokus und Faschingskrapfen

Es wird Frühling! In meinem Garten zeigt sich das erste Bunt in Form von Krokussen. Sie waren sogar schneller als die Schneeglöckchen, die doch sonst immer die ersten sind. Die Schneeglöckchen habe ich vor einigen Jahren selbst angepflanzt; wie die Krokusse an ihren Platz gekommen sind, ist mir hingegen schleierhaft. Sie begrüßen mich jedes Jahr in einer größeren Zahl am Eingang zu meinem Garten. Als wären sie lebensmüde. Sie stehen direkt dort, wo man unvermittelt hintritt – wenn man nicht schon genau weiß, dass hier die ersten zarten Blüten stehen. Sehr zart und angenehm ist auch der Teig meiner Faschingskrapfen. Grippebedingt kommt das Rezept ein bißchen zu spät, aber immer noch lecker.

Krokus – die erste Frühlingsmahlzeit

Nein, Menschen sollten sich keinen Krokus zu Gemüte führen. Auch wenn er für uns nur schwach giftig ist – erstens dürfte die hübsche Blüte geschmacklich nicht überzeugen, zweitens nehmen wir damit den Insekten wie Bienen und Hummeln die erste Nahrung weg. Aus diesem Grund sind auch Schneeglöckchen giftig – zumindest für Hasen und andere Säugetiere. Das hat die Natur extra so eingerichtet, denn Insekten sind nunmal viel entscheidender für die gesamte Nahrungskette als die Häschen.

Für uns Menschen sind Krokusse einfach hübsch anzusehen, besonders wenn sie, wie bei mir, so verwildert daher kommen. Grundsätzlich müssen sie ursprünglich wohl einmal gepflanzt worden sein. Wilde Formen kommen in Europa nur in den Alpen vor. Aber durch einen Trick verteilen und verwildern sich die kleinen Frühblüher sehr schnell, indem sie Ameisen mit süßen Säften anlocken und diese ihre Samen durch die Gegend transportieren lassen.

Selbstgemachte Faschingskrapfen

Wir Menschen halten uns lieber an andere Süßigkeiten, wie die Faschingskrapfen. Dabei bin ich gar nicht so ein Faschingsfan, aber kulinarisch kann ich der Sache doch hin und wieder etwas abgewinnen. Dieses Rezept ergibt Gebäck mit einem besonders feinen Geschmack, an den gekaufte Ware so gut wie nie heranreicht. Man bereitet dazu einen Teig aus 400 g Mehl, einem Päckchen Trockenhefe, einem Achtelliter Milch, 50 g Zucker, 50 g weiche Butter, drei Eigelb, jeweils zwei Esslöffeln Rum und Apfelsinensaft, etwas Zitronenschale und einem Päckchen Vanillezucker. Die obligatorische Prise Salz darf natürlich auch nicht fehlen.

Der Teig muss gehen, bis er sich verdoppelt hat. Länger als eine Stunde sollte er nicht an einem warmen Ort stehen, sonst kann die Gährung einsetzen. Wer etwas vor hat und den Teig später verarbeiten möchte, sollte ihn im Kühlschrank lagern.

Dann Fett in einem Topf heiß werden lassen, bis kleine Bläschen an einem Holzlöffel aufsteigen. Lieber ein bißchen zu heiß werden lassen, als dass die Krapfen in zu kühlem Fett schwimmen und sich damit vollsaugen. In der Zwischenzeit den Teig zu Kugeln von etwa 50 g formen. Portionsweise in das Fett geben, mit einem Deckel zudecken und hell backen. Dann die Krapfen umdrehen und im offenen Topf fertig backen. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit der Spritztüte Marmelade einfüllen.

In vielen Rezepten steht, dass man die Marmelade vor dem Backen einfüllen soll. Das hat bei mir noch nie zu befriedigenden Ergebnissen geführt, abgesehen davon, dass man sich an der heißen Marmelade den Mund verbrennen kann. Schließlich das Gebäck mit Zucker, Puderzucker oder Zuckerguss überziehen und genießen. Frisch sind die Krapfen sehr gut, aber man kann sie auch stehen lassen. Ordentlich durchgezogen sind sie fast noch besser.

Eigentlich sind sämtliche Marmeladensorten geeignet. Ich nehme am liebsten Hagebuttenmark, das ist eine Tradition im Frankenland.

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