Wenn es draußen trübe ist, muss etwas Buntes auf den Tisch.

Träumen vom Sommer mit gefüllter Paprika

Jetzt ist die Zeit, in der wir Gärtner uns daran machen, Träume wahr werden zu lassen. In der einen Hand das Samentütchen, in der anderen das Anzuchtgefäß – und los geht’s. Achja, in meiner Traumwelt gibt’s keine Schnecken, keine Kaninchen, keine Hitzeperiode, keinen Frühjahrsfrost. Im für Ende Februar typischen Schmuddelwetter ist das alles in weite Ferne gerückt, nur die tollen Bildchen auf den Samentütchen versprechen eine überwältigende Ernte. Und weil das alles noch gar so weit hin ist, kaufe ich Paprika im Supermarkt und fülle sie.

Sämereien

Also, in jedem Jahr erlebe ich die gleiche Pleite. Nur ein paar von meinen sorgsam ausgesäten Pflanzen überlebt die Kinderstube. Die, die es dann bis in den Garten schaffen, werden entweder von den Kaninchen, meist von den Schnecken oder vom spät einsetzenden Frost dahin gerafft. Im letzten Jahr hatte ich wenigstens allerhand schöne Tomatenpflanzen bis in den August retten können – eine Schneckenattacke wurde mit ausreichend Schneckenkorn und viel Geduld und Liebe überwunden. Als dann im Hochsommer die Nachttemperaturen auf unter 10° C sanken, war die ganze Pracht dahin.

Aber es macht eben in jedem Jahr aufs Neue Spaß, den Winzlingen beim Wachsen zuzusehen. Ab Februar kann man damit beginnen, die ersten Samen in die Erde zu stecken. Ich beginne lieber im März, denn ich traue unserem Frühjahr nicht. Wenn die Pflanzen zu früh groß werden, müssen sie vielleicht schon in den Garten, wenn noch Frost zu erwarten ist. Am besten ist eine Zwischenlösung im Hochbeet, dort ist es viel wärmer als in der Erde. Aber einen richtigen Frost überstehen sie auch dort nicht. Meine Paprikapflanzen haben es im vergangenen Sommer sogar geschafft, den August zu überstehen. Die Ernte fiel zwar nicht sonderlich üppig aus, aber immerhin. Vielleicht sollte ich in diesem Jahr doch die Pflanzen kaufen und nicht selbst aussäen.

Gefüllte Paprika

Der Sommer ist jedoch noch weit und im Winter benötigen wir unbedingt auch Vitamine. Gerade angesichts der aktuellen Grippewelle. Da hilft auch kein Dogma – wer will sich schon ewig von Rote Beete und Pastinaken ernähren. Also die Treibhaus-Paprika aus Spanien gekauft – die „illegalen“ afrikanischen Erntehelfer wollen schließlich auch Geld verdienen. Es ist schon bemerkenswert, wie sehr wir von diesen Menschen im Gemüseanbau abhängig sind, deren Existenz wir ansonsten gerne ausblenden.

Je nach Größe reichen für vier bis sechs Paprika 250 g Rinderhack. Dieses wird mit  50 g Reis, einer geraspelten Karotte, einem Stück geraspeltem Sellerie, einer kleingehackten Zwiebel sowie Salz und Pfeffer vermengt. Vegetarier lassen das Hack weg und nehme entsprechend mehr Reis, Karotten und Sellerie (insgesamt sollten es etwa 450 g sein).

Von der Paprika wird jeweils das obere Ende als Deckel abgeschnitten und alle Kerne entfernt. Die Paprika (Deckel und Boden) kurz in kochendes Salzwasser tauchen, abtropfen lassen und mit der Hackfleischmasse füllen. In einem Topf mit etwas heißem Wasser oder Brühe übergießen, 50 g Öl angießen und zwei bis drei Esslöffenl Tomatenmark dazugeben. Dann 25 bis 30 Minuten zugedeckt auf schwacher Hitze kochen. Dazu passt Reis oder Salzkartoffeln, man kann auch eine mit saurer Sahne vermischte Bechamelsauce dazu reichen.

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