Knallig bunte Blumen helfen gegen die Frühjahrsmüdigkeit.

Bunte Ostern mit Harlekinblumen – dazu einen cremig kompakten Schokoladenkuchen

Auch wenn Sturmtief Niklas noch so wütet – es wird endlich richtig Frühling! Immerhin bläst der angreiffslustige Junge gleich die düsteren Regenwolken samt nassem Inhalt von uns weg und gibt damit der Sonne die Möglichkeit, durch die dichte Decke zu scheinen. Nach der langen, kargen Gartenzeit, in der schon ein verfrühtes Gänseblümchen für Entzücken sorgte, bestücke ich den Balkon mit bunten Frühlingsblumen. Der Garten ist ohnehin in ein Meer von Narzissen getaucht. Immerhin findet das Osterfest wieder so früh im Jahr statt, dass es mit dem Blühen der Osterglocken zusammenfällt. Dazu gibt es einen richtig schokoladigen Schokokuchen.

Harlekinblumen

Die Blumen mit dem Harlekineffekt machen laut Vita Sackville-West einen Cottage-Garten zu dem, wofür wir ihn lieben. Der Wunsch nach Farbe lässt Menschen bunte Beete anlegen, deren Bepflanzung nicht einmal besonders originell ist. Die Auswahl der Blumen weist darauf hin, dass sie alle aus den Standardpackungen eines Blumenverkäuferst stammen. Pflanzensortimente in Supermärkten gab es vor 100 Jahren noch nicht, heute können wir die Ausführungen Sackville-Wests um diese Quelle erweitern. Ebenso wie sie schätze ich diese überwältigende Buntheit, weshalb ich meinen Balkon mit großen Töpfen voller knalliger Harlekinblumen versehen habe. Die Primeln kann ich später noch in den Garten pflanzen, alles andere Kraut wird irgendwann durch bunte Sommerblumen ersetzt werden.

Ich glaube, die Faszination für Farben ist in der Natur des Menschen angelegt, sie ist bestimmt irgendwo im limbischen System angesiedelt. Auch vermute ich, dass das Färben von Ostereiern eben genau dieser Neigung entsprungen ist. Jedenfalls habe ich bisher keine überzeugende andere Erklärung dafür gefunden, warum wir die Eier zu Ostern bunt färben.

Cremiger Schokoladenkuchen

Aus vielen Eiern besteht auch mein Schokoladenkuchen, die allerdings ungefärbt verarbeitet werden. Zunächst einmal bereitet man ein Wasserbad zu und schmilzt darin 175 g Butter oder Magarine mit 350 g Schokolade. Das kann dunkle oder Vollmilchschokolade sein, ich habe auch schon dunkle mit weißer Schokolade gemischt – eigentlich ist die Sorte egal. Wenn alles gut geschmolzen und verrührt ist, 50 g Kakaopulver untermischen, die Schüssel aus dem Wasserbad nehmen und zum Abkühlen beiseite stellen.

In einer neuen Schüssel im Wasserbad werden nun 5 Eier mit der obligatorischen Prise Salz, 250 g Rohrzucker und einem Teelöffel voll Vanilleessenz aufgeschlagen. Vom Herd nehmen und kalt schlagen. Dann zunächst die Schokoladenmischung dazugeben, danach 100 g Nüsse (Walnüsse, Mandeln, Macademia- oder Haselnüsse oder eine Mischung) unterheben. Die Masse in eine gefettete, mit Paniermehl ausgekleidete Springform geben und bei 180° C etwa 35 Minuten lang backen. Der Kuchen sollte innen noch feucht sein, eine Garprobe ist nicht nötig. Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben. Achtung: Der Kuchen hat Suchtpotenzial!

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