Statt auf das Brot kommt die Kürbismarmelade hier in das Brot.

Leckerer Imbiß im Herbst: Kürbisbrot

Im Garten bin ich fast nur noch, um für den Winter aufzuräumen. Das Gartenjahr ging nach einem heißen Sommer sehr schnell zu Ende. Die Tomaten hatten zwar nochmal alles gegeben, ihre in der sommerlichen Hitze zurückgehaltene Fruchtbarkeit im feuchten Herbst voll auszuleben. Aber der frühe Frost hat ihnen leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ihre letzten grünen Früchte liegen zum Nachreifen in der warmen Küche und warten auf ihre Verwendung. Glücklicherweise hatte ich vorher von allen nicht-hybriden Arten schon Samen gewonnen, die daneben zum Trocknen ausliegen. Jetzt ist die richtige Zeit, um es sich mit einem heißen Tee und Kürbisbrot gemütlich zu machen.

Samen selbst gewinnen

Ich habe einmal eine Anleitung gelesen, wie man Tomatensamen gewinnen kann. Die war furchtbar kompliziert. Man musste die Samen mit einer Substanz mischen, deren Name mir schon wieder entfallen ist. Das sollte dazu dienen, das Fruchtfleisch abzulösen. Meiner Erfahrung nach löst sich das Fruchtfleisch durch Trocknung ganz von selbst. Man muß dazu die Samen nur auf eine Untertasse legen und ein paar Tage abwarten. Es empfiehlt sich aber, irgendwie die Sorte zu kennzeichnen, sonst weiß man später nicht, um welche Tomaten es sich handelt. Außerdem eignen sich dazu nur alte Sorten. Supermarkttomaten taugen dazu nicht sonderlich, denn es handelt sich meistens um ertragsoptimierte Hybride, die in der folgenden Generation wieder zur Wildtomate werden könnten. Die sehen weder gut aus, noch schmecken sie lecker.

Was mir dagegen richtig gut gelungen ist, sind Hokaido-Kürbisse aus einem im Supermarkt gekauften Exemplar. Ich hatte spaßeshalber die schönen Samen gesammelt und im Folgejahr ausgesät – mit großem Erfolg. Als erstes sind die Pflanzen in die Weinreben geklettert, dann haben sie allerhand Beeren hervorgebracht. Ja, Beeren! Kürbisse gehören botanisch gesehen nämlich zu den Beeren, wobei ich mich mit diesen Kategorisierungen nicht sonderlich gut auskenne. Es amüsiert mich aber immer wieder, wenn plötzlich Gemüse zu Beeren, Erdbeeren zu Nüssen und so weiter und so fort werden. Die Wissenschaft hat eben andere Maßstäbe als wir Normalverbraucher. Wie auch immer, wir haben in diesem Jahr aus der eigenen Ernte schon mehrmals Kürbispizza machen können, auf die ich es nicht versäumen will an dieser Stelle hinzuweisen. Heute gibt es aber eine andere Leckerei: Kürbisbrot.

Kürbisbrot

Man bereitet dazu einen Hefeteig aus einem Pfund Mehl, 75 g Zucker, einem Tütchen Trockenhefe, 190 ml Milch oder Sojamilch, 65 g Butter oder Margarine, einem Ei (können Veganer auch weglassen) sowie der obligatorischen Prise Salz. Man muß den Teig ordentlich durchkneten, damit er schön glänzt. Dann darf er ruhen: im Warmen eine Stunde, im Kühlschrank ruhig ein paar Stunden oder über Nacht.

Wenn der Teig aufgegangen ist, rollt man ihn so gut es geht zu einem Rechteck aus und verteilt etwas von der Kürbismarmelade darauf, die wir im Sommer zubereitet haben. Dann den Teig von der Längsseite her aufrollen und in eine vorher eingefettete Kastenform geben. In den kalten Ofen stellen und diesen dann auf 180° C schalten. Dort bleibt das Brot, bis es nach etwa 50 bis 60 Minuten goldgelb gebacken ist. Noch heiß kann man es schließlich oben mit etwas Kürbismarmelade bestreichen, das gibt einen apetitlichen Glanz.

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