Erste Frühlingsboten: Krokus und Faschingskrapfen

Es wird Frühling! In meinem Garten zeigt sich das erste Bunt in Form von Krokussen. Sie waren sogar schneller als die Schneeglöckchen, die doch sonst immer die ersten sind. Die Schneeglöckchen habe ich vor einigen Jahren selbst angepflanzt; wie die Krokusse an ihren Platz gekommen sind, ist mir hingegen schleierhaft. Sie begrüßen mich jedes Jahr in einer größeren Zahl am Eingang zu meinem Garten. Als wären sie lebensmüde. Sie stehen direkt dort, wo man unvermittelt hintritt – wenn man nicht schon genau weiß, dass hier die ersten zarten Blüten stehen. Sehr zart und angenehm ist auch der Teig meiner Faschingskrapfen. Grippebedingt kommt das Rezept ein bißchen zu spät, aber immer noch lecker. Erste Frühlingsboten: Krokus und Faschingskrapfen weiterlesen

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Highlights im Winter: Christrosen und Apfelrotkohl

Dass Christrosen allgemein giftig sind, hat die wilden Kaninchen nicht davon abgehalten, mein frisch gepflanztes Exemplar bis auf den Erdboden abzufressen. Dies trug sich allerdings schon vor zwei Jahren zu, inzwischen ist daraus eine prachtvolle Pflanze geworden. Für das Weihnachtsgeschäft werden diese Winterblüher stark gepäppelt, sie waren dadurch ein echter Weihnachtsschmaus für ungebetene Gäste. Jetzt, nachdem sie sich ihrer Natur gemäß entwickeln konnten, wagt sich kein Nager mehr an sie heran. Wer seinen Gästen weniger giftige Kost anbieten möchte, greift im Winter zu Rotkohl. Highlights im Winter: Christrosen und Apfelrotkohl weiterlesen

Herbstfrüchte: Himbeeren

In unserer supermarktgetriebenen Zeit, in der alle Obstsorten immer Saison haben, war mir bisher gar nicht klar, dass Himbeeren vor allem Herbstfrüchte sind. Bis ich meinen eigenen Garten hatte. Die meiste Zeit im Jahr nerven mich die dornigen Triebe, weil sie mit ihren Rhizomen ziemlich raumgreifend sein können. Aber ab Ende August versöhnen sie mich dann wieder mit ihren leckeren roten, perlenartigen Beeren.

Ich hatte auch mal einige Sträucher gepflanzt, die im Frühsommer tragen, aber da kommen sie kaum zur Geltung. Die Herbstsorten haben ihren Auftritt, wenn alle anderen Beerenarten bereits abgeerntet und eingemacht sind. Selbst die Hagebutten stehen schon in Form von Marmelade im Keller. Man kann Himbeeren bis tief in den November hinein ernten. Aufgrund ihrer vielen Vitamine sind sie hervorragend für die Vorbeugung von Erkältungen geeignet.

Die Beeren werden allerdings nacheinander reif, so dass ich alle paar Tage etwa ein halbes Pfund nach hause bringe. Dieses könnte ich einfrieren, bis ich eine ausreichende Menge für Marmelade zusammenhabe. Aber dazu ist es noch nie gekommen. Wir streuen die Beeren entweder in den Salat, füllen damit Bratäpfel oder – und das ist unsere liebste Verwertung – essen sie mit Quark zum Nachtisch (Grundlage dazu bildet die gleiche Creme wie für die Pflaumencreme, nur ohne Pflaumen).

Nach der Ernte schneide ich die Ruten bis zum Boden zurück. Die Abschnitte werde ich in diesem Jahr statt Rindenmulch auf meinen Weg streuen.

Sanddorn – Schutz und Vitaminbombe

Am Ende des Gartens habe ich drei Sanddornbüsche gepflanzt. Ein Männchen, ein Weibchen und einen Zwitter. Bei Sanddorn ist es wesentlich, ein Männchen für mindestens ein Weibchen zu haben, sonst gibt es keine Kinder, beziehungsweise Beeren. Was ich erst jetz bemerkt habe: Sanddorn vermehrt sich nicht nur über Früchte, sondern auch über Rhizome, die sich gerne weitflächig ausbreiten. Hoffentlich gibt das nicht irgendwann Ärger mit den ansonsten sehr netten Nachbarn…

Meine Idee war, sowohl einen Schutz vor ungebetenen menschlichen Besuchern zu bekommen, als auch eine Vitaminquelle zur Bereicherung unseres Speiseplans zu schaffen. Mir schwebte eine Hecke ähnlich einem norddeutschen „Knick“ vor. Diese sollte hälftig aus Schlehen, hälftig aus Sanddorn bestehen. Die Schlehen wurden gleich im ersten Jahr durch einen harten Winter dezimiert, so dass dort jetzt zwei Schlehen stehen, in deren Mitte ich eine eine Pilnitzer Vitaminrose gepflanzt habe. Bisher hat diese Hälfte meines Knicks noch keine Früchte gebracht, aber immerhin sollen die Schlehenblüten auch gut für die Befruchtung von Pflaumenbäumen sein.

Nachdem der Sanddornzwitter gleich in seinem ersten Jahr einige Früchte brachte, hat sich in diesem Jahr das Weibchen mächtig ins Zeug gelegt und ein halbes Pfund saftiger, orangefarbener Beeren angesetzt. Die Ernte war angesichts der langen Dornen gar nicht so einfach. Daher bin ich ob der Schutzfunktion der Sträucher doch sehr zuversichtlich.

Hagebutten-Sanddorn-Marmelade

Aus einer so geringen Menge Frucht lässt sich eigentlich nichts machen. Deswegen habe ich eineinhalb Pfund Hagebutten hinzugenommen. Es ist eine ziemlich Arbeit, die Hagebutten von den Kernen zu befreien, aber die Marmelade hat hinterher einfach eine bessere Qualität, wenn man sich die Mühe macht. Dann habe ich die Früchte nach Sorten getrennt mit Wasser bedeckt und einige Stunden stehen gelassen. Zuerst habe ich die Hagebutten mit dem Wasser 15 Minuten lang gekocht, dann habe ich die Sanddornbeeren mit ihrem Wasser zugefügt und noch weitere 5 Minuten mitkochen lassen. Unbedingt einen Deckel auflegen, denn die Sanddornbeeren platzen – Sanddorn scheint es in jeder Hinsicht auf weitreichende Wirkung abgesehen zu haben.

Am Ende alles zusammen noch heiß durch ein Sieb geben, so erhielt ich 1 Kg Fruchtmark. Das habe ich mit Gelierzucker laut Packungsanweisung zu Marmelade verarbeitet. Hagebutten enthalten übrigens noch viel mehr Vitamin C als Sanddorn. Besser und schmackhafter kann man sich gar nicht vor Erkältungen schützen!