Leckerer Imbiß im Herbst: Kürbisbrot

Im Garten bin ich fast nur noch, um für den Winter aufzuräumen. Das Gartenjahr ging nach einem heißen Sommer sehr schnell zu Ende. Die Tomaten hatten zwar nochmal alles gegeben, ihre in der sommerlichen Hitze zurückgehaltene Fruchtbarkeit im feuchten Herbst voll auszuleben. Aber der frühe Frost hat ihnen leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ihre letzten grünen Früchte liegen zum Nachreifen in der warmen Küche und warten auf ihre Verwendung. Glücklicherweise hatte ich vorher von allen nicht-hybriden Arten schon Samen gewonnen, die daneben zum Trocknen ausliegen. Jetzt ist die richtige Zeit, um es sich mit einem heißen Tee und Kürbisbrot gemütlich zu machen. Leckerer Imbiß im Herbst: Kürbisbrot weiterlesen

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Und wieder ein Beitrag zur Einwanderungsdebatte: Kürbis – hier als Marmelade

Es ist so herrlich, nach dem Urlaub durch einen frisch ergrünten Garten zu gehen. Ich hatte schon gedacht, die Hitze wird ihn in meiner Abwesenheit in eine Wüste verwandeln. Weit gefehlt, es hat genügend geregnet, wobei die Unwetter löblicherweise an diesem Flecken Erde vorbeigezogen sind. Im Urlaub habe ich es mir mit einem guten Schmöker am Strand gemütlich gemacht: Genauer gesagt, mit einem Geschichtsbuch. Das war spannender als viele Krimis. Es geht um die Veränderungen von Flora, Fauna und Homo sapiens, die die Entdeckung Amerikas mit sich brachte. Meine Kürbiskolonie hinten im Garten ist ein Ergebnis dieses kolumbianischen Austauschs. Das Marmeladenrezept stammt allerdings aus Mallorca. Und wieder ein Beitrag zur Einwanderungsdebatte: Kürbis – hier als Marmelade weiterlesen

Kürbispizza zu Halloween

Im Herbst muss man im Garten fast mehr tun als im Frühjahr. Heute zum Beispiel habe ich 35 Erdbeerpflanzen in ein neues Beet verfrachtet, etwa 20 müssen noch folgen. Dabei habe ich gesehen, dass immer noch einige Exemplare blühen und Früchte hervorbringen. Die haben sich zum Teil schon die Mäuse zu Gemüte geführt – arme Mäuse, die Beeren waren noch nicht einmal reif.

Durch die unselige Zeitumstellung wird es jetzt schon sehr früh dunkel, man kann nicht mehr lange draußen bleiben. Außerdem gehen wir mit Riesenschritten auf das erste Fest im Herbst zu, Halloween. Das sagt mir eigentlich nicht besonders viel, aber im vergangenen Jahr war ich – mit Spitzenrock, Spinnenweben und einer Barockperücke verkleidet – dennoch auf einer sehr lustigen Party. Dass mir Halloween nichts sagt, scheint daran zu liegen, dass es sich um eine ziemlich künstliche Angelegenheit handelt. An der ist vor allem der vielfältige Versuch interessant, irgendeine Art von Tradition darin hinein zu interpretieren. Ein sehr empfehlenswerter Artikel dazu befindet sich auf Wikipedia. Um einen kulinarischen Beitrag zum Fest zu leisten, hier einer unserer absoluten Küchenfavoriten: die Kürbispizza.

Man braucht dazu Pizzateig für ein Backblech (s. u.), welcher auch schon auf selbiges zum Gehen aufgebracht werden kann. Dann putzt man 500 g Hokaidokürbis und raspelt ihn grob. Man kann wahrscheinlich auch anderen Kürbis nehmen, aber weil man bei Hokaidokürbis die Schale mitessen kann, ist der besonders praktisch. Jetzt 300 g Zwiebeln und 100 g durchwachsenen Speck würfel. Da wir ein schweinefleischfreier Haushalt sind, nehmen wir stattdessen Rindermettwurst. Diese Speckwürfel kross anbraten, dann die Zwiebeln zufügen und bis zum Glasigwerden mitbraten. Vegetarier lassen den Speck weg und braten nur die Zwiebeln an. Nun Kochplatte abschalten und Kürbisraspel unterheben, so dass sie kurz von der Restwärme erhitzt werden. Insgesamt sollte die Mischung eher abkühlen. Dann 2 Eier mit 250 g Schmand verquirlen und mit etwas Gemüsebrühepulver und Pfeffer würzen. Kürbismischung unterheben und die ganze Masse auf dem Pizzaboden verteilen. Im Backofen bei 200° C (Umluft 170° C) in 25 Minuten backen.

Ich gehöre noch zu der Generation, deren Mütter stolz ganze Bleche mit Pizza auf richtig hoch aufgehendem Hefeteig gebacken haben. Das war der Hit zu Kindergeburtstagen. Heutzutage ist die nachfolgende Generation nicht sehr begeistert von so etwas. Deswegen kann man den Teig für diese Pizza entweder im Supermarkt kaufen (der ist wirklich gar nicht so schlecht) oder nach folgendem, aus dem Libanon stammenden Rezept zubereiten: 450 g Mehl mischt man mit einem Teelöffel Salz, zwei Eßlöffeln Olivenöl und 150 ml warmem Wasser, in welchem ein Beutel Trockenhefe (oder ein halber Würfel frischer Hefe) aufgelöst wurde. Teig verkneten und nach und nach bis zu 150 ml weiteres warmes Wasser zugeben. Achtung, nicht zu viel auf einmal und rechtzeitig die Wasserzugabe stoppen, damit der Teig nicht zu weich wird. Diesen nach 15 Minuten Knetzeit zu einer Kugel formen und rundum mit Olivenöl bestreichen. Dann in einer Schüssel unter einem feuchten Tuch für zweieinhalb Stunden in den Kühlschrank geben.