Überlebenstipp für heiße Sommertage: Limonade aus Holunderblütensirup

Nun ist sie wieder da: unsere Ringelnatter. Vor wenigen Tagen ringelte sie sich vor meinen Füßen. Gestern zischte sie hinter mir wütend durch das Gras: Ich hatte ihren Lieblingsplatz, einen alten Holzstoß, abgebaut und in ein Tomatenbeet verwandelt. Da sie sich das ganze letzte Jahr über nicht hatte blicken lassen, dachte ich, sie braucht dies Quartier nicht mehr. Das war offensichtlich ein Irrtum. Die aktuelle Hitze lockte sie wieder in unseren Garten, der ihr genügend feuchte und kühle Plätze bietet. Ich erfrische mich lieber mit eiskalter Limonade aus selbstgemachtem Holunderblütensirup. Überlebenstipp für heiße Sommertage: Limonade aus Holunderblütensirup weiterlesen

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Der Frühling ist das Ende der Apfelsinensaison: schnell noch einen würzigen Sirup kochen

Es heißt, wo sich eine Tür schließt, da öffnet sich eine andere. Umgekehrt ist es genauso: Jeder Anfang bedeutet auch einen Schluss. Konkret meine ich den Frühling, der sich nun unaufhaltsam seinen Weg bahnt. Damit neigt sich die Apfelsinensaison ihrem Ende entgegen. Zwar sind Zitrusfrüchte das ganze Jahr erhältlich – doch das gilt inzwischen auch für Spargel, Erd- und Heidelbeeren. Es ist eine Frage des Preises, Geschmacks und Umweltbewusstseins, ob man auf dieses Angebot zurückgreifen möchte. Letztlich sind die Zitrusfrüchte in der besten Qualität im Winter zu bekommen – jedenfalls für alle Nordeuropäer. Aber auch in Marokko haben Apfelsinen jetzt Saison. Also, schnell noch zugreifen und mit Ingwer und Zitronen zu einem köstlichen Sirup verarbeiten. Der Frühling ist das Ende der Apfelsinensaison: schnell noch einen würzigen Sirup kochen weiterlesen

Mal etwas anderes: Dattelwaffeln mit weihnachtlichen Gewürzen

Ohje, eigentlich wollte ich in diesem Beitrag beschreiben, wie ich Vogelfutter selbst mache. Aber meine Recherchen auf den Seiten von BUND und NABU haben mir jetzt ein richtig schlechtes Gewissen gemacht. Dabei schienen die Vögel in meinem Garten mein selbstgemachtes Futter aus Haferflocken und Gänseschmalz zu mögen. Nun weiß ich gar nicht, ob ich sie womöglich vergiftet habe. Das würde mich sehr betrüben. Unter diesen Umständen gibt es hier eben nur einen Buchtipp und ein Waffelrezept für gemütliche Stunden. Mal etwas anderes: Dattelwaffeln mit weihnachtlichen Gewürzen weiterlesen

Brombeersaft bzw. -gelee

Die Brombeerebüsche hüllen meinen Garten ein wie die Rosen das Schloss von Dornröschen. Wer hier über den Zaun klettern will, wird gnadenlos zerkratzt. Das feuchtwarme Wetter dieses Sommers hat die Beeren schon sehr früh reifen lassen, so dass jetzt, Mitte August, kaum noch eine Ernte möglich ist. Aber vor vier Wochen habe ich kiloweise Beeren nach hause gebracht.

Als erstes habe ich Saft gemacht: Brombeeren waschen – wenn sie schon überreif sind, geht es auch so. Auf 3 Kilo Beeren 30 g Zitronensäure streuen und ca. 1 l kochendes Wasser gießen. Den Topf abdecken und etwa einen Tag stehen lassen, zwischendurch immermal umrühren. Dann das Ganze durch ein Tuch in einen Topf seihen, dabei das Tuch ganz vorsichtig ausdrücken – wir wollen ja Saft und keinen Brei gewinnen. Nun 1.200 g Zucker zufügen, aufkochen und in saubere Flaschen füllen. Mit Sekt habe ich den Saft noch nicht probiert, aber mit Wasser aufgegossen ist es ein erfrischender Durstlöscher.

Für Brombeergelee einfach den Zucker am Ende durch die entsprechende Menge Gelierzucker ersetzen und nach Packungsanleitung zubereiten.

Gut für den Stoffwechsel: Erdbeersaft

Erdbeeren schmecken am besten roh ohne alles – wenn sie denn die Chance hatten, richtig zu reifen. Aber auch als Saft sind sie sehr genießbar und helfen auch noch bei Verdauungsschwierigkeiten oder gegen Gelenkrheumatismus und Gicht. Deshalb habe ich aus meinem Großeinkauf vier Pfund geputzt und grob zerkleinert. In einem Topf habe ich sie mit 20 g Zitronensäure bestreut.

Zitronensäure wird in der Türkei und im Nahen Osten als Gewürz benutzt. Wer seine Salatsauce zwar säuerlich, aber nicht zu wässrig haben möchte, der bestreut den Salat einfach mit Zitronensäure, bzw. „Zitronensalz“ wie die Araber sagen (milh laimun), und begießt ihn mit Olivenöl. Aus diesem Grund bekommt man Zitronensäure in türkischen oder arabischen Lebensmittelgeschäften günstig und in größeren Mengen.

Die Erdbeeren habe ich mit etwa 700 ml kochendem Wasser begossen, abgedeckt und einen Tag lang stehen lassen. Zwischendurch kann man immer mal umrühren (das duftet…). Dann durch ein Tuch seihen und je Liter Saft mit 750 g Zucker verrühren. Aufkochen und in saubere Flaschen füllen. Sehr gut eignen sich ehemalige Olivenöl-Flaschen, weil die meist dunkel sind. Theoretisch hält sich der Saft, wenn man ihn dunkel und kühl lagert, mehrere Jahre. Praktisch schmeckt er sehr gut, wenn man ihn mit Wasser oder Sekt aufgießt – prost!